Kühllast nach VDI 2078
Das Dendrit-Line Modul Dendrit-Kühllast beinhaltet:
- Baustoffliste nach DIN 4108-4
- U-Wert-Berechnung nach DIN EN ISO 6946
- Diffusionstechnische Berechnungen nach DIN 4108-3
- Kühllastberechnung nach VDI 2078 (EDV-Verfahren)
Der einfache und logische Aufbau des Programms ermöglicht
ein schnelles Beherrschen der Programmstruktur und verschafft Ihnen jederzeit
eine übersichtliche Arbeitsweise. Durch die eingebrachten „Drag and Drop“ -
Funktionen können Sie zum Beispiel einen Baustoff aus der Baustoffliste (DIN
4108) direkt in den Wandaufbau ziehen und dort ablegen. Die
Ergebnisaktualisierung erfolgt umgehend.
Zu jedem Eingabefeld bekommen Sie im unteren Programmfenster eine Kurzhilfe
(links) sowie zu jedem Datensatz Fehler- und Hinweismeldungen (rechts).
Bei jeder Eingabeänderung wie z. B. der Personenbelegung,
berechnet der Dendrit sofort die neue Kühllast für den aktuellen Raum.
Da der Algorithmus für die Kühllastberechnung wesentlich
aufwendiger ist als bei der Heizlastberechnung, steht das Ergebnis jedoch nur
für den aktuellen Raum zur Verfügung. Wenn Sie eine Neuberechnung für das
gesamte Projekt wünschen (z. B. nach Änderungen in der U-Wert-Berechnung),
klicken sie einfach auf das Icon (Raumkühllasten berechnen) und sämtliche
Räume werden neu durchgerechnet. Jede Eingabe kann rückgängig gemacht werden,
egal wie umfangreich die Auswirkungen der Eingabe sind! Die Anzahl der
rückgängig zu machenden Schritte ist dabei nur durch die Kapazität des
Rechners begrenzt.
Baustoffliste/U-Wert-Berechnung
Die Baustoffliste und die U-Wert-Berechnung sind identisch mit der aus der
Dendrit-Heizlast. Zusätzlich können Sie bereits zu den einzelnen Bauteilen
wesentliche Einflussgrößen auf die Kühllast angeben (z. B. Faktor für Sonnenschutz).
Kühllastberechnung
Die Berechnung erfolgt nach dem EDV-Verfahren der VDI 2078 (Juli 1996).
Folgende Berechnungen können Sie durchführen:
- Kühllast- und Temperaturverlauf während der Hitzeperiode
- Automatische Bestimmung des Monats mit der größten Kühllast
- Zuluftvolumenströme und -temperaturen
- Darstellung des Einschwingvorgangs
Gebäudedaten
Zunächst geben Sie die grundlegenden Gebäudedaten wie Kühllastzone,
Kühlanlagen und deren Betriebszeiten an. Um sich wiederholende Eingaben zu
vereinfachen, können Sie Profile definieren. Dies ist z. B. für
Personenbelegungen, Beleuchtungszeiten etc. nützlich, da sich die Zeiten
meist gleichen.
Räume erfassen
Die Erfassung der Raumdaten erfolgt in der Raumansicht. Falls Sie bereits
eine Heizlastberechnung durchgeführt haben, stehen Ihnen bereits alle Räume
mit der Raumgeometrie zur Verfügung. Natürlich können Sie in der
Geschoß-/Raumübersicht Räume anlegen, kopieren und löschen.
Für den aktuell aufgerufenen Raum werden dann die entsprechenden Daten für
die Kühllast eingetragen. Die Flächentabelle wird analog zur Dendrit-Heizlast
bearbeitet: Mit Hilfe der in der U-Wert-Berechnung definierten Bauteile ist
auch hier ein komfortables und praktisches Vorgehen gewährleistet. So können
Sie auch hier Bauteile aus der U-Wert-Berechnung in die Flächentabelle ziehen
und ablegen (Drag and Drop). Auch in der Kühllast werden die Abzugsflächen
unterhalb der umgebenden Fläche eingetragen. Wenn Sie bereits eine
Heizlastberechnung durchgeführt haben, können Sie alle Flächen aus der
Heizlast in die Kühllast übernehmen. Sie sollten dann abwägen, ob eine
Anpassung der Bauteilmaße notwendig erscheint (im Gegensatz zur Heizlast
rechnet die VDI 2078 mit Nettomaßen). Danach definieren Sie sämtliche
Raumbelastungen. Um Ihnen Arbeit zu ersparen, können Sie für sämtliche
Raumbelastungen ein Profil angeben, in dem die Betriebszeiten definiert sind.
Alternativ können Sie die Betriebszeiten aber auch manuell bearbeiten.
Dendrit-Kühllast unterstützt alle in der VDI genannten Raumbelastungen:
Gebäudeinnere Raumbelastungen:
- Personen
- Beleuchtung (über Anschlussleistung, Nennbeleuchtungsstärke oder überschlägige Berechnung
anhand von Planungsdaten)
- Maschinen
- Geräte
- Stoffdurchsatz
- Soll-Raumlufttemperatur
- Nachbarraumtemperaturen
- Luftaustausch mit Nachbarräumen.
Äußere Raumbelastungen:
- Transmission durch speichernde Außenflächen (Außenwände, Dächer, Fußböden).
- Transmission durch nicht speichernde Außenflächen (Fenster).
- Sonnenstrahlung auf nicht transparente Außenflächen (Außenwände, Dächer). Die Berechnung
erfolgt anhand der kombinierten Außenlufttemperatur nach Nehring.
- In den Raum gelangte Energie durch Sonnenstrahlung (über Fenster). Möglichkeit der
Angabe von Schwellwerten für den Sonnenschutz, Durchführung von Beschattungsrechnungen.
- Außenluftwechsel über Fenster, Türen und Fugen.
Das angewandte EDV-Verfahren ermöglicht dabei eine Kühllastberechnung
unter folgenden Randbedingungen:
- Berücksichtigung von Tagesgängen der Soll-Raumlufttemperatur, gleitende Raumlufttemperatur
- Berücksichtigung von Anlagenbetriebszeiten
- Berechnung der Raumtemperatur außerhalb der Anlagenbetriebszeiten
- Darstellung von Kühllastspitzen
- Berechnung der sich ergebenden Raumlufttemperaturen bei begrenzter Kühlleistung
Berechnungsergebnis
Im aktuell bearbeiteten Raum sind die Berechnungsergebnisse sofort vorhanden.
Treten Fehler bei der Berechnung auf, wird der Datensatz, der den Fehler
verursacht hat als fehlerhaft markiert (Farbe rot) und Sie erhalten den Grund
des Fehlers.
Der Berechnung nachgeschaltet, kann bei Räumen mit Zuluft die notwendige
Zuluftmenge bzw. Zulufttemperatur bestimmt werden. Auch eine Berücksichtigung
von Mindestzuluftmengen sowie kombinierte Anlagen mit Zuluft und
Flächenkühlung sind möglich.

Die Berechnung der Gebäudekühllast kann getrennt nach Anlagen oder für
alle Anlagen zusammen erfolgen. Auch hier wird eine automatische Ermittlung
des Monats mit der max. Gebäudekühllast durchgeführt.
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