Zirkulation

Ideale Bedingungen

Mit einer Rohrnetzberechnung nach DIN 1988-300 für die Bemessung von Zirkulationssystemen wird das Ziel verfolgt, für eine ideale Volumenstromverteilung ein ideales Rohrnetz zu gestalten. Im Zirkulationssystem soll damit sichergestellt werden, dass mit einem minimalen Einsatz an Energie die Temperaturen des Warmwassers oberhalb der geforderten 55 °C gehalten werden können. Aus den Ergebnissen einer solchen Rohrnetzberechnung werden ein theoretischer Betriebspunkt auf der Pumpenkennlinie und ebenso theoretische Betriebspunkte für die Regulierventile ermittelt.

Bereits bei Neuplanungen können die idealisiert ermittelten Betriebspunkte sowohl mit den auf dem Markt verfügbaren Zirkulationspumpen als auch mit realer Reguliertechnik nur näherungsweise erreicht werden. Es ist daher bereits für Neuplanungen sinnvoll, sich die Auswirkungen dieser Abweichungen auf den zu erwartenden Betrieb des Zirkulationssystems in einer Simulation unter Berücksichtigung der realen hydraulischen und thermischen Verhältnisse anzeigen zu lassen. Bei der Sanierung von Zirkulationssystemen ist die Simulation des Zusammenwirkens von eingebauter Zirkulationspumpe und dem realen Rohrnetz unverzichtbar.

So wird u. a. der Einfluss geänderter Pumpentechnik, der Umbau des Rohrnetzes, die Verbesserung der Rohrleitungsdämmung und die immer erforderliche Nachrüstung von Reguliertechnik auf den Rohrnetzbetrieb realitätsnah dargestellt.

  • Simulation von Geberit-Inliner-System mit detaillierter Wärmetauscherrechnung
  • Simulation der planerisch vorgesehenen Einregulierungsstrategie mit Zirkulations-Regulierventilen
  • Anbindung von Pumpenauswahlprogrammen von Brial, Grundfos und Wilo

Spültechnik - Alles in Bewegung

Automatisierter Wasserwechsel

Zur Vermeidung der Stagnation von Trinkwasser kalt in entnahmeschwachen Zeiten müssen automatisierte Wasserwechsel- und Spülmaßnahmen durchgeführt werden. Wasserwechsel- und Spülmaßnahmen sind auch dann erforderlich, wenn Trinkwasserinstallationen nur periodisch genutzt werden, mit Leerstand an Wochenenden oder in Ferienzeiten und Stagnationsphasen über mehrere Tage bzw. Wochen.

Die vom kalten Trinkwasser aufgenommene Wärme kann im Stagnationsfall nicht mehr abgeführt werden und verursacht eine Temperaturerhöhung bis zur Umgebungstemperatur. Liegen in den Installationsbereichen Umgebungstemperaturen > 25 °C vor, ergeben sich Bedingungen, die das Wachstum von Bakterien in den überwärmten Leitungen fördern.

Ein erforderlicher Wasserwechsel kann in solchen Fällen nur durch Spülmaßnahmen erreicht werden. Im Gegensatz zu konventionellen Systemen, bei denen Wasserwechselmaßnahmen dezentral an jeder Entnahmestelle bzw. in jeder Nasszelle vorgenommen werden müssen, reichen bei Strömungsteiler-Installationen lediglich einige zentral angeordnete Spülventile/-stationen aus. Zentrale Spüleinrichtungen ermöglichen eine zeit-, volumen- oder temperaturgesteuerte Durchströmung temperaturkritischer Leitungsteile. Dabei wird entweder zu einem vorgegebenen Zeitpunkt oder mit Überschreiten eines Temperaturgrenzwertes eine Spülmaßnahme ausgelöst.

Die Simulation für die in einer Trinkwasserinstallation planmäßig etablierten Spülprozesse liefert alle notwendigen Einstellparameter,sodass mit minimalem Spülvolumen der maximale Effekt zur Verbesserung der trinkwasserhygienisch relevanten Randbedingungen erzielt werden kann.

  • Spülsimulation zur Optimierung und zum Nachweis von Wasserwechselmaßnahmen mit dem KEMPER Hygienesystem KHS
  • Berechnung von Spülzeiten und Volumen

 

Spültechniksysteme

Bei der Simulation der Spülung werden manuelle Spülungen ebenso unterstützt wie die automatische Spülung mittels KEMPER Hygienesystem KHS. In dem simulierten Spülplan ist auch eine Mischung der Systeme abbildbar. So können endständige Spüleinheiten (Hygienespülung HS2 / C-Technik) mit kaskadierten Spülungen kombiniert (AB-Technik) werden.

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