GEBÄUDEENTWÄSSERUNG

Selbstreinigende Rohre

Bei bestimmungsgemäßem Betrieb einer Entwässerungsanlage muss die Gasdichtheit an den Einleitungsstellen und die Selbstreinigungsfähigkeit der Leitungsanlage sichergestellt sein. Die Gasdichtheit muss über die Sperrwasservorlagen in den Geruchverschlüssen und die Selbstreinigungsfähigkeit durch eine geeignete Bemessung sowie durch die Verlegung der Leitungen – u. a. mit Rohrsohlengefälle – hergestellt werden. STUDIO setzt mit der revolutionären Berechnung der Gebäudeentwässerung neue Maßstäbe in der normgerechneten Berechnung von Schmutz-, Regen-, und Lüftungsleitungen innerhalb von Gebäuden gemäß DIN EN 12056, DIN 1986-100 und Know-how der Industriepartner. Die Erstellung der grafischen Berechnungsgrundlage lässt sich in kürzester Zeit realisieren.

Hierbei stehen Funktionen, wie dem Anbinden von Sanitärobjekten inklusive Fasen, freies Zeichnen von Lüftungsleitungen und hinterlegten Blockbibliotheken zur Verfügung. Die in STUDIO integrierteTeilstreckentyperkennung ermittelt selbständig den Teilstreckentyp sowie die Lüftungsart, was ein manuelles Eingreifen weitestgehend verzichtbar macht.

Den Teilstreckentypen können komfortabel über den Optionen-Assistent in geführter Form Rohrmaterialien zugewiesen werden, welche für Teilbereiche auch manuell überdefiniert werden können. Wie auch in allen anderen Gewerken sind in STUDIO in der Gebäudeentwässerung zahlreiche Prüfmechanismen, entsprechend
den normativen Vorschriften, hier gemäß DIN EN 12056 und DIN 1986-100 integriert. Für die Berechnung stehen Rohrreihen nach DIN EN 12056, neutrale Rohrreihen (SML, HT, KG, Steinzeug) sowie die Rohrreihen von GEBERIT (PE, Silent-PP Silent-Pro und Silent-db20) zur Verfügung.

Profitieren Sie bei der Fehlerbehebung auch von diversen integrierten Schnellfunktionen, welche oft zu einer direkten Problembeseitigung führen, z. B. die automatische Ergänzung einer anschlussfreien Zone bei Fallleitungen über 10 Meter bis 22 Meter. Die Ermittlung der Rohrleitungsdimension erfolgt nach den Tabellen der Regelwerke bzw. nach Prandtl-Colebrook. Die jeweils berechneten Effektivwerte (effektiver Füllungsgrad, effektive Fließgeschwindigkeit in der Teilstrecke) ermöglichen dem Fachplaner eine Aussage darüber, ob in kritischen Planungssituationen die geforderte Leistungs- und Selbstreinigungsfähigkeit an jedem Punkt gegeben ist.

Hebeanlage

Entwässerung unterhalb der Rückstauebene

Sind Einrichtungsgegenstände rückstaugefährdet, so sind diese mit Rückstauverschlüssen bzw. mit Rückstauschleifen abzusichern. Zur Überwindung der Rückstauschleife ist eine automatisch arbeitende Hebeanlage notwendig. Während der normgerechten Auslegung einer Hebeanlage nach DIN EN 12056-4, werden zahlreiche Überprüfungen durchgeführt und Hilfestellungen durch das Meldungs- und Informationssystem angeboten.
1) siehe Planung mit Sicherheit


Neben der Bestimmung des Betriebspunkts mit realen Produktdaten wird der daraus ermittelte Pumpenförderstrom für die Dimensionierung des nachfolgenden Netzes beaufschlagt. Die Produktauslegung unterscheidet dabei zwischen fäkalienhaltigen Abwasserhebeanlagen nach DIN EN 12050-1 und nach Hebeanlagen für fäkalienfreie Abwasser nach DIN EN 12050-2. Bei der Einleitung mehrerer Hebeanlagen wird selbstverständlich die Gleichzeitigkeit sowie der erhöhte zulässige Füllungsgrad berücksichtigt. Zur Nachvollziehbarkeit der Auslegung der Hebeanlage wird ein Kennliniendiagramm erzeugt.

Regenwasser

Kontrolliert ableiten

Bei der Entwässerung eines Gebäudes muss neben dem anfallenden Schmutzwasser auch das Regenwasser dem öffentlichen Kanalnetz zugeführt werden. Die Belastungen des Rohrnetzes ermitteln sich maßgeblich aus der Berechnungsregenspende, welche mittels Postleitzahl der Liegenschaft und hinterlegtem Katalog nach Kostra-2010R (Koordinierte Starkniederschlagsregionalisierung und -auswertung des DWD) ermittelt werden kann. Alternativ lassen sich die Berechnungsregenspenden manuell eintragen.

Die Dachabläufe für Regenwasser bzw. Notentwässerung werden mittels der zu entwässernden Fläche automatisch ausgelegt und das Rohrnetz nach Abschnitt 14.2 der DIN 1986-100 dimensioniert. Bei den Dachabläufen wird neben der Dimensionierung auch die Aufstauhöhe bei der hinterlegten Berechnungsregenspende ermittelt. Ist ein außergewöhnlicher Schutz an Gebäuden erforderlich, so ist dies ebenfalls in den Berechnungsoptionen einstellbar. In diesem Fall wird das komplette Jahrhundertereignis (ra (5,100)) bei der Dimensionierung der Notentwässerung berücksichtigt.